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On 9 November, SGS presented the topic “GOST-R certification” in the Chamber of Commerce in Giessen (Germany), together with the delegate of the German Industry in Kaliningrad, S. Stein, PhD. The below article issued by the Chamber of Commerce in Gießen (in German language) briefs over business opportunities in Kaliningrad for German entrepreneurs.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der hessischen IHKs “Hessen meets Russia/CIS, Central and Eastern Europe” vom 6. bis 10. November 2006 fand in Gießen ein Infotag zu „Kaliningrad/Russland - Chancen und Potentiale“ statt. Dr. Stephan Stein, Delegierter der deutschen Wirtschaft in Kaliningrad, berichtete den rund 30 Teilnehmern über Möglichkeiten der Markterschließung und -bearbeitung. Mehr als 200 hessische Unternehmen sind bereits mit Exporten und Investitionen im russischen Markt aktiv. Im Gebiet Kaliningrad gibt es derzeit 380 Unternehmen mit deutscher Beteiligung. Dr. Stein: „Auch wenn Kaliningrad sich nicht so rasch zu einem „Hongkong an der Ostsee“ entwickelt, wie von russischer Seite ursprünglich erhofft, so steht die Sonderwirtschaftszone auf Grund ihrer guten gesetzlichen Voraussetzungen im Rating der Regionen der Russischen Föderation an vorderer Stelle.“ Im Außenhandel mit diesem Gebiet spiegelt sich das Portfolio des gesamten deutschen Exports wieder – mit Schwerpunkten auf den Anlagen- und Maschinenbau sowie der Lebensmittelbranche.

Weitere Fachvorträge steuerten Ulrich Hartmann, Sparkasse Oberhessen, und Jörg Hartmann, Bankdirektor der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (HELABA), zum Thema „Zahlungsbedingungen, Finanzierungen und Besonderheitenbei Exportgeschäften nach Kaliningrad/Russland“ bei, sowie Kay Masorsky, Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG, zu den steuer- und zollrechtlichen Rahmenbedingungen. Da für rund 98% aller Importwaren nach Russland eine Zertifizierungspflicht vorliegt, rundete Nastja L. Schmole, SGS Germany GmbH, den Infotag mit einer ausführlichen Darstellung der GOST-R Produktzertifizierung im Export nach Kaliningrad ab.

Einig waren sich die Referenten darin, dass sich das Kaliningrader Gebiet, als Bestandteil der Russischen Föderation, wirtschaftlich besser als bisher entwickeln wird. Die Tendenz, mit Russland nicht nur Handel zu treiben, sondern in Russland zu produzieren, um Importquoten, Verbrauchssteuer und protektionistische Maßnahmen der russischen Regierung zu umgehen, eröffne dem Kaliningrader Gebiet wegen seines Status als Sonderwirtschaftszone besondere Chancen. Die besten Voraussetzungen lägen kurzfristig in den Bereichen Assembling und Lohnveredelung. Das neue Sonderwirtschaftszonengesetz, die kurze Entfernung zu Deutschland, die Erwartungen seitens russischer Regierungskreise sowie regionaler Geschäftsleute und Politiker seien positive Hinweise für die Zukunft.